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 Mehr als ein Branchenverzeichnis 

   

Eine bessere Perspektive

Steve Wagner verließ vor sechs Jahren den äußersten Zipfel Thüringens, das Altenburger Land. Eine bessere berufliche Perspektive lockte ihn in die Nähe Münchens. Doch was nun in der Fremde? Welcher Installateur arbeitet sauber, welcher Schlüsseldienst ist schnell, welcher Frisör schneidet so gut wie er plaudert?

Der Gedanke

Beim Austesten dieser Fragen und den unvermeidlichen schlechten und guten Erfahrungen kam ihm seinerzeit schon der Gedanke: Eine Plattform im Internet, die mehr als ein Branchenverzeichnis ist, zu schaffen. Der junge, tatendurstige Mann wollte gemeinsam mit einigen Freunden - wie einst das tapfere Schneiderlein - gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Idee reifte, wurde durchdacht und ausgebaut, bis am 21. Februar 2008 „branchen-ckeck.de“ geboren war.

Zwei profitierende Partner

Der eine Partner ist der Unternehmer. Er kann kostenlos eine Firmenanzeige aufgeben und durch zubuchen diverser Optionen die Anzeige selber erweitern. „Einfache Optionen kosten weniger als zehn Euro, das gesamte Paket würde sich auf cirka 90 Euro pro Jahr belaufen“, informiert Steve Wagner. Dabei betont er ausdrücklich, „dass man kein Paket kaufen muss“.

Der andere Partner ist der Kunde. Er hat die Möglichkeit, sich zunächst über das Angebot des Unternehmers zu informieren. Zudem stehen ihm Rückmeldungen anderer Verbraucher zur Verfügung und er kann selbst ein Feedback abgeben.

Die Sicherheit

„Wir kontrollieren alles, bevor es online gestellt wird“, versichert der Branchen-Check Chef, „beleidigende Formulierungen oder offensichtlich chronische Nörgler muss der eingetragene Geschäftsmann nicht befürchten.“ Es sind auch Kontakte Dienstleister- Kunde über das Portal möglich, um eventuelle Unstimmigkeiten auszuräumen.

Der Stand der Dinge

Ein weiteres Mosaiksteinchen im reichhaltigen und zusammenpassenden Angebot ist die Möglichkeit, Arbeits- und Lehrstellen über das Portal auszuschreiben und zu suchen. Bislang wird branchen-check.de im deutschsprachigen Raum präsentiert, eine Erweiterung Richtung englische Sprache ist geplant. „Wir stecken in den Anfängen“, erzählt Steve Wagner, „über 160 Firmen haben sich bereits registriert. Unsere Website wird täglich mehrere Hundert Mal geklickt. Und das ohne Reklame!“ Um eine deutschlandweite Werbekampagne, die das Ganze beschleunigen würde, finanziell stemmen zu können, wird ein entsprechender Investor gesucht.

Der Ausblick

Die jungen Menschen um den Ex-Thüringer, der sich in Bayern pudelwohl fühlt, haben noch viel Arbeit vor sich und wissen, dass der Weg lang ist. „Wir haben alles langfristig konzipiert. Eins der Branchenverzeichnisse, dass zeitweise am Markt ist und genauso schnell verschwindet, wie es auftauchte, wollen wir nicht sein“, gibt der dynamische Mann einen Einblick in seine Firmenphilosophie und einen Ausblick in die Zukunft. Deshalb ist er ja aufgebrochen aus dem äußersten Zipfel einer strukturschwachen Region, um etwas zu schaffen - und wegen der Perspektive.

 

geschrieben von: Jörg Joachim Redakteur vom Burgseekurier